werteorientierte Strukturierung im Job und Familienalltag

werteorientierte Strukturierung im Job und Familienalltag

warum Werte dir als Kompass dienen

Letzte Woche bin ich beim Scrollen im News Feed von facebook an einem Post hängen geblieben. Eine selbstständige working mum äußerte sich in einer Gruppe mit den Eingangsworten „Ich muss auch gerade mal schimpfen und Frust loswerden.“ Es ging um ihr Gespräch mit einem potentiellen Auftraggeber. Die Rahmenbedingungen für den Job waren nicht unbedingt die attraktivsten, aber sie hatte so weit Interesse, bis sie spontan in der laufenden Woche eingesetzt werden sollte. Ihr Einwand, dass dies aufgrund der Vielzahl ihrer Projekte etwas kurzfristig sei, wurde mit den Worten „Das verstehe ich natürlich vollkommen. Schließlich sind Sie in erster Linie Ehefrau und Mutter, da ist das ja logisch.“ quittiert. Ihre weiteren Worte erspare ich dir und mir an dieser Stelle. Du kannst sie dir sicherlich denken. Schlussendlich bekam sie eine Absage, weil sie nicht spontan genug war, um die Einladung von Freitagnachmittag für ein zweites Bewerbungsgespräch am Montagmittag anzunehmen. Die eigenen Werte als Karrierebremse?

böser Arbeitgeber

Mir geht es an dieser Stelle weder um das Verurteilen des potentiellen Auftraggebers noch der potentiellen Auftragnehmerin. Im Gegenteil: Beide Parteien müsse sich im Vorwege im Klaren darüber sein, was ihnen im Rahmen ihrer Geschäftsbeziehung wichtig ist. Für welche Werte sie stehen. Für den Arbeitgeber in spe war dies augenscheinlich die Spontaneität und Flexibilität seiner Angestellten. Der Arbeitnehmerin in spe war sowohl ihre bestehende Auftragslage als auch ihr Privatleben (habe ich eine Betreuung für meine Kinder?) sehr wichtig – also ihre Termintreue Dritten gegenüber.
Schlussendlich ist es aus meiner Sicht von Vorteil gewesen, dass eine Geschäftsbeziehung erst gar nicht zustande gekommen ist. Beide Seiten wären mit Sicherheit früher oder später aneinander gerasselt, weil sie unterschiedliche Erwartungshaltungen haben. Diese beruhen auf ihren ganz persönlichen Werten, die nicht zwingend mit denen des anderen übereinstimmen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Und schon sind wir beim Dauerbrenner „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Ein Streitthema auf beiden Seiten. Der Arbeitgeber möchte, dass die Mitarbeiterin ihm zu 100% zur Verfügung steht. Die arbeitende Mutter möchte gleichfalls zu 100% für ihren Arbeitgeber da sein, aber eben auch zu 100% für ihr Kind. Vor allem wenn dieses erkrankt (was durchaus vorkommen kann).
Wie schafft man es jetzt, aus dieser Pattsituation herauszukommen? Eine Mutter berichtete mir einmal, dass ihr Arbeitgeber ein Krankenzimmer im Büro eingerichtet hatte. Ein Bett für das kranke Kind und einen Schreibtisch für dessen Mutter. Der Chef war ganz stolz auf dieses Arrangement, denn aus seiner Sicht waren Familie und Beruf nun bequem zu vereinbaren. Ein Träumchen, oder?!

zwei Seelen in einer Brust

Die Mehrheit der working mums möchte im Rahmen der vereinbarten Stundenzahl zu 100% für ihren Arbeitgeber da sein. Für den Fall, dass ihr Kind krank ist, möchte sie zu 100% für ihr Kind da sein. Und nicht mit einem kranken Kind ins Büro fahren, um zu arbeiten und gleichzeitig das Kind gesund zu pflegen. Die Flexibilität, die ich an dieser Stelle als Angestellte fordere, muss ich aber auch meinem Arbeitgeber soweit möglich wiedergeben. Bei Bewerbungsgesprächen habe ich auf die Frage nach meiner Flexibilität stets geantwortet: „Ich bin flexibel – mit einer gewissen Vorlaufzeit. Ich kann Ihnen nicht von jetzt auf gleich zusagen, dass ich die nächsten drei Tage auf Dienstreise gehe. Aber wenn Sie mir ein, zwei Stunden für die Organisation der Kinderbetreuung einräumen, erhalten Sie anschließend eine verbindliche Antwort.“ Wenn ich mich mit dieser Aussage ins Aus geschossen und keine Jobzusage erhalten habe (was natürlich nie so kommuniziert wurde), dann war mir das recht. Vorspielen jemand zu sein, der ich nicht bin, nur um einen Job zu bekommen? Nein, das sind nicht meine Werte. Ich bin eine arbeitende Mutter und stolz darauf, meine Kinder nicht zu verstecken.

gesetzliche Regelung

Interessenskonflikte sind unvermeidlich, Streitthemen aber nicht unbedingt. Im konkreten Fall wäre ein Schritt in die richtige Richtung, bei „Kind krank“ die gesetzliche Regelung in Anspruch zu nehmen. Diese lautet, dass jedes Elternteil für die Betreuung seines kranken Kindes 10 Arbeitstage im Jahr freinehmen darf. Alleinerziehende haben Anspruch auf die doppelte Anzahl an Tagen. Zudem verdoppelt sich bei zwei Kindern die Anzahl der Krankheitstage, wobei es ab drei Kindern eine Obergrenze gibt. Diese liegt bei 25 Tagen pro Elternteil und 50 Tagen bei Alleinerziehenden.

werteorientierte Unternehmensführung

Unternehmen, denen die Vereinbarkeit von Familien und Beruf wichtig ist und diesen Wert offen kommunizieren, würden im konkreten Fall ihre Angestellte auf die zuvor beschriebene, gesetzliche Regelung hinweisen. Es soll sogar Unternehmen geben, die für fünf (oder mehr) Tage volle Lohnfortzahlung bei „Kind krank“ in den Arbeitsvertrag aufnehmen. Oder unbezahlten Urlaub gewähren. Wie heisst es so schön: Wer etwas will, findet Wege. Die Schweden haben einen Lösungsweg gefunden. Wer hier ein krankes Kind hat, ruft „jag vabba„. Das Modewort, eine Abkürzung für die Betreuung kranker Kinder, bedeutet die Ausschüttung von 80% des Gehaltes durch die Sozialversicherung – bei bis zu 60 Tagen im Jahr. Ein deutliches Signal auf dem Weg zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Schweden. Und in Deutschland?

Leider zeigt das Ergebnis einer Umfrage zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dass 72% der befragten Mütter mit Kindern unter 18 Jahren der Meinung sind, dass sich Familie und Beruf in Deutschland nicht gut vereinbaren lassen (Quelle: Statista). Es besteht also nach wie vor Handlungsbedarf.

Werte

Fazit

Eine ehrliche Ausgangslage mit offen kommunizierten Werten auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite ist aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit, um Unzufriedenheit zu vermeiden. Leider berücksichtigen viele Unternehmen bei der Strukturierung ihrer Abläufe und internen Prozesse das Thema Werte noch nicht (ausreichend). Wer sich „Faire Trade“ beim Bezug seiner Waren auf die Fahne schreibt, sollte auch eine entsprechend tarifliche Bezahlung für seine Angestellten vor Ort in Deutschland einhalten.
Auch Start-Ups, die so schnell wachsen, dass sie gar nicht an die notwendige, werteorientierte Strukturierung ihrer Abläufe denken, sind betroffen. Da wird eine zwei-Frau-Firma auf einmal so groß, dass Aufgaben extern vergeben bzw. Mitarbeiter eingestellt werden müssen und das große Ganze – ihre Vision mit ihren Werten – vergessen wird.

unvergleichlich authentisch

unvergleichlich authentisch

mein Haus – mein Auto – mein Boot

Vergleiche sind in unserer Gesellschaft nach wie vor an der Tagesordnung und für viele enorm wichtig, um sich groß und andere klein zu machen. Der Werbespot „mein Haus – mein Auto – mein Boot“, der schon vor mehr als 10 Jahren über den Äther lief, ist dir vielleicht ein Begriff. Du bist nur erfolgreich, wenn das, was du erreichst, besser, größer oder teurer ist, als das deines Gegenübers. Authentisch sein, d.h. sich nicht durch äußere Einflüsse bestimmen zu lassen, ist an dieser Stelle unerwünscht.

Es gibt sicherlich genügend Situationen in deinem Leben, in denen du Stolz auf dich hättest sein können. Doch dann kommt dieses kleine Teufelchen auf deiner Schulter zu Wort, dass dir genügend Gründe nennt, damit du dich klein und unbedeutend fühlst:

Du hast fünf Kilo abgenommen? Die schlanke Dame auf facebook blickt stolz in ihr Handy und postet „schon 11 Kilo abgenommen“. Autsch!

Dein Baby schläft endlich fünf Stunden am Stück durch? Ich bitte dich, die meisten Baby machen das von Anfang an; direkt nach der Geburt. Dein Nachwuchs erst jetzt? bad mom!

Hast du dir endlich das iPhone 7 gekauft? Also deine Kollegin Frau Meyer hat das schon seit zwei Monaten. Ha ha!

Ein neuer Kunde konnte Dank deiner Arbeit gewonnen werden? Herr Klum hat gestern fünf Neukundenverträge abgeschlossen. Looser!

Deine Tochter kann endlich das kleine 1×1? Also die Tochter von Ingrid beherrscht schon das große 1×1. Und spricht fließend Englisch und Französich. Ach ja, und Japanisch lernt sie jetzt auch . Ätsch!

höher, schneller, weiter

Irgendwie scheint es immer jemanden zu geben, der schöner, besser, kreativer oder beliebter ist als du. Social Media reibt dir minütlich Vergleichsmöglichkeiten unter die Nase, so dass du permanent auf andere blickst. Nichts mit authentisch sein. Und dein Blick geht meist zu denen, die mehr haben als du, attraktiver, erfolgreicher oder schlanker sind. Dieses Konkurrenzdenken führt dazu, dass du dich dauerhaft gestresst, minderwertig und unzufrieden fühlst. Du führst ein Leben im Wettbewerb – ein sehr anstrengendes und energieraubendes Leben. Warum machst du das? Gibt es keine andere Möglichkeit, um glücklich dein Leben zu leben und das Hier und Jetzt zu genießen? Dich gemäß deiner Werte, Gedanken und Emotionen auszudrücken und dementsprechend zu handeln?

authentisch sein

Im Prinzip ist es ganz einfach: Vergleiche dich nicht länger mit anderen. Lege diese (unliebsame) Gewohnheit einfach ab und stoße den kleinen Teufel von deiner Schulter. Nehme bewusst einen tiefen Atemzug, bevor du etwas kommentierst. Probiere es gleich aus:

Du hast fünf Kilo abgenommen? Wahnsinn, ich bin stolz auf deine Leistung!

Du kannst endlich nachts fünf Stunden am Stück schlafen, weil dein Baby nicht mehr so oft wach wird? Gratuliere, genieße dieses Plus an Schlafenszeit.

Ein neuer Kunde konnte mit deiner Unterstützung für das Unternehmen gewonnen werden? Super! Feiere das, indem du heute früher Feierabend machst.

Ganz einfach, oder? Manchmal eben doch nicht. Da triffst du bei facebook auf deine ehemalige Schulkollegin, wie sie als Stewardess durch die Welt reist, tolle Fotos von den exotischsten Orten postet und schon ist er da: Die-führt- ein-viel-aufregenderes-Leben-als-ich-Gedanke. Ein echter Mindfuck® eben (schau gerne mal zu diesem Thema bei Petra Bock vorbei).
Und da sollst du gelassen bleiben und laut „stopp“ zu dir sagen? Funktioniert nicht? Dann nimm´ eine andere Perspektive ein, indem du den Gedanken weitergehst und dich fragst, ob das Leben deiner Freundin einen Vergleich wert ist? Würdest du wirklich ihr Leben führen wollen? Immer unterwegs sein und überwiegend in Hotels wohnen? Keine Zeit für deine Kinder haben? Nein? Ok, sie hat sicherlich auch keine Lust auf dein Leben.

Und – geht es dir schon besser, was das Vergleichen angeht? Hast du immer noch Lust dazu? Dann schnell weiter.

authentisch

sei dein eigener Held

Ohne Vergleiche fühlen sich die Ereignisse in unserem Leben viel kraftvoller an. Wir bleiben in diesem wundervollen Gefühl etwas erreicht oder bewirkt zu haben und sind glücklich.

Unsere Kinder machen es uns vor, solange sie noch klein sind. Für sie bist du die beste Mama, der beste Papa auf der Welt. Sie schauen dabei nicht nach rechts oder links:

Malst du für sie ein Bild, bist du ihr persönlicher Pablo Picasso.

Singst du ihnen ein Lied vor, bist du ihre Madonna.

Klebst du ein Pflaster auf ihre schmerzende Stelle, bist du ihr Hippokrates.

Du bist ihr Held. Sie schauen auf das, was du gemacht hast. Und nicht, ob es jemand anders hätte besser machen können. Sei dein eigener Held, sei authentisch und vergleiche dich nicht mit anderen.

Lifehacks, um authentisch zu bleiben:

Trotz dieser schlüssigen Erkenntnisse über den Mehrwert des Nicht-Vergleichens fällt es uns schwer, aus dem eingefahrenen Bewertungsmuster herauszukommen und authentisch zu bleiben. Aber mit ein wenig Übung gelingt es dir Stück für Stück immer besser. Dein Gehirn muss sich erst umstellen und neue Gedankenmuster zulassen. Das bedarf am Anfang etwas Zeit, bevor es zur Routine wird.

  • Dankbarkeit: Sei dankbar für das, was du erreicht hast.
  • Fokus: Schau´ nicht auf deine Schwächen sondern auf deine Stärken. Finde deinen Selbstwert. Das Bewusstsein für deine eigene Stärke ist die Basis für deine Selbstliebe und damit den Glauben an dich selbst. Näheres findest du hierzu unter dem Begriff Positive Psychologie oder direkt bei Katharina Tempel.
  • Gönne: Freu´ dich mit anderen über ihren Erfolg und werte diesen nicht. Du weisst doch: „Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
  • Reiz-und-Reaktion: Warte, bevor du antwortest, und atme ein Mal tief ein und wieder aus. Gebe nicht dem ersten Impuls für eine Antwort nach. Sei bedacht: Antworte, wenn du nach deiner Meinung gefragt wirst. Aber handle bedacht und achte auf deine Wortwahl.
  • Du bist einmalig: Vergleichst du eine Kuh mit einer Ziege, wenn es um die Milchleistung geht? Schmecken Erdbeeren und Trüffel gleich? Wie war das mit den Äpfeln und Birnen? (Na, du weisst schon.). Alle sind verschieden. Und wir Menschen sind es auch – warum solltest du dich dann mit anderen vergleichen?
  • Stopp: Sage (innerlich) laut „stopp“, wenn du merkst, dass du dich gerade wieder mit jemandem vergleichst. Und freu dich, dass du es wahrgenommen hast.
  • Will ich das wirklich: Frage dich, ob du wirklich das, was du beneidest, mit all seinen Kosequenzen haben willst.
  • Realität: Vergiss´ nicht, dass Erzählungen und Stories oftmals glamouröser sind als in Wirklichkeit. Das Leben der anderen, was du aus der Ferne siehst, ist oftmals eins: reichlich beschönigt oder schlicht weg fake!

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Ich wünsche dir, dass einer dieser Lifehacks für dich nützlich ist. Fang´ mit dem an, der dich am meisten anspricht und probiere ihn eine Zeit lang aus. Nutze deine Aufmerksamkeit, um deine Energie ganz auf dieses neue Gewohnheit zu lenken.
Das Huna-Prinzip, das für die polynesische Lebensphilosophie der Liebe (Aloha) und der Kraft (Mana) steht, besagt hierzu in seinem dritten Prinzip:

MAKIA – Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Wähle deine Perspektive neu – ich wünsche dir viel Freude dabei!

bleib dir treu und geh deinen (Herzens-) Weg

bleib dir treu und geh deinen (Herzens-) Weg

Folge deinem Herzensweg mit Body, Mind und Intuition

Seinem Herzensweg zu folgen, wird für viele Menschen immer wichtiger. Und im Vergleich zur Generation unserer Eltern bzw. Großeltern sind die Möglichkeiten heutzutage dafür so gut wie nie: Die Welt wird digitaler, ortsunabhängiges Arbeiten immer öfter eine Option, die berufliche wie private Vernetzung mittlerweile schon fast ein Standard, und um den Anteil von Frauen in Führungspositionen signifikant zur erhöhen, trat am 1. Mai 2015 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Toll, oder?! Als arbeitende Mutter solltest du damit die besten Voraussetzungen haben, um dem Ruf deines Herzens zu folgen. Kind und Karriere? Na los – zier´ dich nicht so, alles total easy!

Kind und Karriere – oder doch nicht so easy?

Aus tiefstem Herzen kann ich sagen: Meine Kinder und meine Karriere sind mir extrem wichtig. Und ich kann und will meinem Herzensweg folgen.
In der Vergangenheit unternahm ich vieles, um meinem Traum vom eigenen Business näher zu kommen. Ich war mitunter total euphorisch von den Ideen, die ich oft spät abends entwickelte, wenn zu Hause einigermaßen Ruhe einkehrte. Die Zeit, die ich für die Karriereplanung aufwand, war allerdings nicht immer leicht zu bekommen: Wann war ich wirklich fit genug, um mich energiegeladen meinem Traum zu widmen? Wer würde während etwaiger Abwesenheiten auf die Kinder aufpassen? Wie viel Zeit hatte ich eigentlich grundsätzlich zur Verfügung? Und was bleibt zu Hause alles liegen, während ich mich auf meinem Selbstverwirklichungstrip befinde?

Trotz dieser Zwistigkeiten war ich immer produktiv und selbst total begeistert von meinen Kreativitätsausbrüchen, so dass die Umsetzung eigentlich ein Klacks hätte sein müssen. Die Terminplanung zur Umsetzung der ToDos stand selbstverständlich auch immer sofort – von wegen Zeitmanagement und so.

Und dann? Kam doch wieder etwas dazwischen. Für viele mag das eine Ausrede sein, aber mal ehrlich: Mich und meine Lebensumstände gibt es genau ein Mal. Ich bin einzigartig – mit all meinen Eigenschaften und Menschen, die mich umgeben.
Ja, die Planung einer Website ist total simpel. Es gibt fertige Vorlagen und all das. Aber wenn in die Vorlage nicht nur inhaltsleere Texte geschrieben werden sollen, dann brauche ich Zeit, um mich hinzusetzen und diese Seiten zu befüllen. Vielleicht mag ich diese Vorlagen aber auch gar nicht. Dann muss ich noch etwas mehr Zeit aufwenden, um die Struktur für meine Website ansprechend zu gestalten. Naja, so ein bisschen Programmieren on top, ist doch kein Thema?!

Kind und Karriere

Dann fang´ ich mal an!

Nach mehr als 12 Jahren Suche stand die Planung im Frühling 2017 endlich fest und eine eigene Website musste her. Also fing´ ich an – gleich Montag! Ok, Montagabend, denn erst mussten die Kinder von mir nach der Arbeit zum Sport gefahren werden. Also danach. Um 19 Uhr war der Schwimmkurs zu Ende, dann hatte ich mindestens noch drei Stunden Zeit, um produktiv zu sein. Ach ne, die Kids mussten sich nach der Schwimmstunde ja erst noch duschen und umziehen, Haare föhnen, nach Hause gefahren werden, etwas Essen, die Schwimmtasche ausräumen, ins Bett gebracht werden. 20:15 Uhr – hatte ich eigentlich schon etwas gegessen? Und was stand eigentlich im Hausaufgabenheft meiner Tochter: Vorlesen, na super!? Und alles bitte schön in Ruhe, um keine Hektik aufkommen zu lassen. Geht trotzdem schnell, oder nicht? Und selber noch duschen und noch mit dem Hund raus und noch den Frühstückstisch für Morgen vorbereiten, damit es Dienstagfrüh nicht wieder zu lange dauert und wir den Bus verpassen. 21:30 Uhr – spitze, ich war voll fit und wach, um endlich mit meinem Business loszulegen. Also: Ran ans Werk, ich war erst 16,5 Stunden wach und somit total kreativ. Alle anderen machen Kind und Karriere doch auch mit links…

Jammere ich dir etwas vor?

Ob ich jetzt gerade etwas vorjammere, fragst du dich? Nein, ich beschreibe dir meinen persönlich Alltag. Und so ähnlich sieht der Alltag vieler arbeitender Mütter, die sich auf ihren Weg machen, weil sie ihrem Herzen folgen wollen, aus. Working mums, die wie ich:

  1. Kinder haben
  2. verheiratet sind
  3. Haustier(e) haben
  4. einen Haushalt führen
  5. hauptberuflich arbeiten gehen
  6. mit dem Auto zur Arbeit pendeln
  7. sich nebenbei selbständig machen
  8. sich gerne weiterbilden
  9. ihr Leben und die Abwechslung lieben
  10. Feuerwehr spielen, wenn es zu Hause drunter und drüber geht
  11. Krankenschwester sind, wenn das eine Kind krank wird
  12. sich mit ihren Freunden treffen wollen
  13. Krankenschwester sind, wenn das andere Kind krank wird
  14. abends oft zu müde vom Alltag sind, als das sie noch groß produktiv sein könnten
  15. nicht alles mit Links machen

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wenn du eine working mum bist, die auch versucht, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen, weißt du, wovon ich schreibe. Und genau deshalb ist es auch so wichtig, dass du dich nicht mit anderen vergleichst und deinen Weg in deinem Tempo gehst.
Du bist toll, so wie du bist. Und denk bei allem, was du machst, auch an deine Gesundheit und Zufriedenheit. Sie sind die Grundvoraussetzung für die vielen anderen Dinge, die du in deinem Leben machen willst.

Mein Fazit zum Herzensweg

Ich liebe meinen Lifestyle – mit dem für mich passenden Tempo. Und ich bin stolz auf das, was ich bisher erreicht habe. Der Weg ist Teil meines Ziels. Und endlich folge ich, eine Ingenieurin und Yogalehrerin von der Ostsee, mit Body, Mind und Intuition meinem Herzensweg. Vergleiche mit anderen mache ich schon lange nicht mehr. Wozu auch? Mich und mein Leben gibt es genau ein Mal. So, wie es dich genau ein Mal gibt. Kind und Karriere ist möglich, aber auch insbesondere: individuell!

Namasté – deine Katharina